Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Fokus System Grynfelder – Systemische Beratung

Stand: Juli 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge über Beratungsleistungen zwischen

Fokus System Grynfelder
Inhaber: Seweryn Gryneflder
info@fokussystem-grynfelder.de

– nachfolgend „Anbieter“ genannt –

und den Kundinnen und Kunden bzw. Klientinnen und Klienten – nachfolgend „Klient“ genannt.

Die AGB gelten sowohl für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB als auch für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, soweit nachfolgend keine abweichende Regelung getroffen wird.

Individuelle Vereinbarungen zwischen dem Anbieter und dem Klienten haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.


2. Gegenstand der Beratung

Der Anbieter erbringt Leistungen im Bereich der systemischen Beratung, persönlichen und beruflichen Reflexion sowie der Begleitung bei Veränderungs-, Entscheidungs- und Klärungsprozessen.

Die konkrete Ausgestaltung der Beratung richtet sich nach dem jeweils gebuchten Angebot und dem gemeinsam vereinbarten Anliegen.

Die Beratung kann insbesondere in folgenden Settings stattfinden:

  • Online-Beratung,
  • Office & Fokus,
  • Walk & Talk,
  • Talk in the Park,
  • Beratung vor Ort beim Klienten oder an einem vereinbarten Ort,
  • Mobiler Fokusraum.

Art, Ort, Dauer und Preis der jeweiligen Beratungsleistung ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung zum Zeitpunkt der Buchung bzw. aus einer individuell getroffenen Vereinbarung.

Ein kostenloses Orientierungsgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen, der ersten Einordnung des Anliegens und der Klärung, ob eine Zusammenarbeit grundsätzlich passend erscheint. Aus dem Orientierungsgespräch entsteht keine Verpflichtung zur Buchung weiterer Leistungen.


3. Abgrenzung zu Psychotherapie und medizinischer Behandlung

Die angebotene systemische Beratung stellt keine Psychotherapie, psychologische Heilbehandlung oder medizinische Behandlung dar und ersetzt eine solche nicht.

Es werden keine psychischen oder körperlichen Erkrankungen diagnostiziert oder behandelt.

Die Beratung richtet sich grundsätzlich an Personen, die zur eigenverantwortlichen Teilnahme an einem Beratungsprozess in der Lage sind.

Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgefahr oder anderen medizinischen bzw. psychiatrischen Notfällen ist die Beratung nicht das geeignete Unterstützungsangebot. In solchen Situationen sollten unverzüglich geeignete ärztliche, psychotherapeutische, psychiatrische oder sonstige professionelle Notfallangebote in Anspruch genommen werden.

Der Anbieter kann eine Beratung ablehnen oder beenden, wenn sich im Verlauf zeigt, dass das Anliegen außerhalb des fachlichen oder rechtlichen Rahmens des Beratungsangebotes liegt.


4. Zustandekommen des Vertrags

Die Darstellung der Beratungsangebote auf der Website stellt grundsätzlich noch kein rechtlich bindendes Angebot zum Abschluss eines Vertrags dar, sofern dies im jeweiligen Buchungsprozess nicht ausdrücklich anders angegeben wird.

Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Klient eine kostenpflichtige Beratungsleistung über das Online-Buchungssystem verbindlich bucht und die Buchung entsprechend bestätigt wird.

Bei individuell vereinbarten Leistungen kommt der Vertrag durch eine entsprechende Vereinbarung in Textform, insbesondere per E-Mail, oder durch eine anderweitige eindeutige gegenseitige Vereinbarung zustande.

Bei der Online-Buchung wird dem Klienten vor Abschluss des Buchungsvorgangs Gelegenheit gegeben, die für die Buchung relevanten Angaben zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.


5. Preise und Zahlungsbedingungen

Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website bzw. im jeweiligen Buchungsprozess angegebenen Preise.

Der Anbieter nimmt als Kleinunternehmer die Regelung des § 19 UStG in Anspruch. Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, wird daher keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die jeweils verfügbaren Zahlungsmethoden werden während des Buchungs- bzw. Bestellvorgangs angezeigt.

Je nach Beratungsangebot kann die Zahlung insbesondere online im Voraus oder nach entsprechender Vereinbarung vor Ort erfolgen.

Sofern Barzahlung vereinbart wurde, ist der vereinbarte Betrag grundsätzlich zum Termin fällig.

Bei Online-Zahlungen erfolgt die Zahlungsabwicklung gegebenenfalls über einen externen Zahlungsdienstleister. Ergänzend können dessen Geschäfts- und Datenschutzbedingungen gelten.


6. Terminvereinbarung

Beratungstermine werden individuell oder über das auf der Website bereitgestellte Buchungssystem vereinbart.

Der Klient ist verpflichtet, die bei der Buchung angegebenen Kontaktdaten korrekt anzugeben.

Terminbestätigungen und organisatorische Informationen können per E-Mail versendet werden.

Ein gebuchter Termin ist grundsätzlich für den Klienten persönlich reserviert.

Die reguläre Dauer einer Beratungssitzung ergibt sich aus der jeweiligen Angebotsbeschreibung. Soweit nichts anderes angegeben ist, beträgt die Beratungsdauer 45 Minuten.

Verspätungen des Klienten führen grundsätzlich nicht zu einer Verlängerung des vereinbarten Beratungszeitraums.


7. Absage und Verschiebung von Terminen durch den Klienten

Kann ein vereinbarter Termin nicht wahrgenommen werden, wird darum gebeten, diesen so früh wie möglich abzusagen oder zu verschieben.

Die Absage oder Terminverschiebung kann insbesondere über die in der Buchungsbestätigung bereitgestellte Funktion oder durch eine Mitteilung an den Anbieter erfolgen.

Bei einer Absage oder Verschiebung mehr als 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin entstehen grundsätzlich keine Ausfallkosten.

Bei einer kurzfristigeren Absage oder bei Nichterscheinen kann der Anbieter die vereinbarte Vergütung verlangen, soweit ihm durch die kurzfristige Absage tatsächlich ein entsprechender Vergütungsausfall entsteht und die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Der Anbieter muss sich insbesondere ersparte Aufwendungen sowie Einnahmen anrechnen lassen, die durch eine anderweitige Vergabe des Termins erzielt werden oder hätten erzielt werden können.

Dem Klienten bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass dem Anbieter kein Schaden bzw. Vergütungsausfall oder nur ein wesentlich geringerer Schaden bzw. Vergütungsausfall entstanden ist.

Wird ein Termin im gegenseitigen Einvernehmen lediglich auf einen anderen Zeitpunkt verschoben, kann von der Berechnung eines Ausfallbetrages abgesehen werden.

Gesetzliche Widerrufs-, Kündigungs- und Rücktrittsrechte bleiben von dieser Regelung unberührt.


8. Absage durch den Anbieter

Kann ein vereinbarter Termin aufgrund von Krankheit, höherer Gewalt, technischen Problemen oder aus anderen wichtigen Gründen durch den Anbieter nicht durchgeführt werden, wird der Klient schnellstmöglich informiert.

In diesem Fall wird nach Möglichkeit ein Ersatztermin angeboten.

Bereits geleistete Zahlungen für eine nicht erbrachte Beratungsleistung werden auf Wunsch zurückerstattet, sofern kein Ersatztermin vereinbart wird.

Weitergehende Ansprüche bestehen nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften.


9. Besondere Regelungen für mobile und aufsuchende Beratung

Bei Beratungen außerhalb eines festen Beratungsraumes wird der konkrete Treffpunkt vor dem Termin vereinbart.

Der Klient ist dafür verantwortlich, dass eine Beratung am vereinbarten Ort tatsächlich durchgeführt werden kann, soweit der Ort von ihm vorgegeben wurde.

Bei einer Beratung beim Klienten oder auf einem privaten bzw. betrieblichen Grundstück muss der Zugang zum vereinbarten Ort gewährleistet sein.

Für den Mobilen Fokusraum muss ein geeigneter und rechtlich zulässiger Standort zur Verfügung stehen. Soweit erforderlich, sind notwendige Genehmigungen oder Zustimmungen des Grundstückseigentümers durch den Klienten sicherzustellen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

Kann eine mobile oder aufsuchende Beratung aufgrund von Umständen, die der Klient zu vertreten hat, am vereinbarten Ort nicht durchgeführt werden, gelten die Regelungen zur kurzfristigen Terminabsage entsprechend.

Witterungsabhängige Beratungssettings können bei ungeeigneten oder gefährlichen Wetterbedingungen nach gemeinsamer Absprache verlegt, in ein anderes Setting umgewandelt oder verschoben werden.


10. Online-Beratung

Für die Teilnahme an einer Online-Beratung benötigt der Klient eine geeignete Internetverbindung sowie ein internetfähiges Endgerät mit den erforderlichen technischen Funktionen.

Der Klient ist selbst dafür verantwortlich, während der Online-Beratung für eine möglichst störungsfreie und vertrauliche Umgebung zu sorgen.

Bei technischen Störungen wird zunächst versucht, die Beratung fortzusetzen oder auf einen alternativen Kommunikationsweg auszuweichen.

Kann die Beratung aufgrund einer technischen Störung auf Seiten des Anbieters nicht oder nicht sinnvoll durchgeführt werden, wird ein Ersatztermin vereinbart oder die für die ausgefallene Leistung gezahlte Vergütung erstattet.

Bei technischen Problemen auf Seiten des Klienten wird im Einzelfall gemeinsam geprüft, ob und in welchem Umfang eine Fortsetzung oder Nachholung des Termins möglich ist.


11. Mitwirkung und Eigenverantwortung

Systemische Beratung ist ein kooperativer Prozess.

Der Erfolg einer Beratung kann nicht garantiert werden und hängt insbesondere von der individuellen Situation, den persönlichen Zielen sowie der aktiven Mitwirkung des Klienten ab.

Der Anbieter schuldet die fachgerechte Durchführung der vereinbarten Beratungsleistung, jedoch keinen bestimmten persönlichen, beruflichen, wirtschaftlichen oder sonstigen Erfolg.

Entscheidungen und Handlungen, die ein Klient aufgrund oder im Zusammenhang mit der Beratung trifft, liegen grundsätzlich in seiner eigenen Verantwortung.


12. Vertraulichkeit

Der Anbieter behandelt die im Rahmen der Beratung bekannt gewordenen persönlichen Informationen grundsätzlich vertraulich.

Eine Weitergabe personenbezogener oder vertraulicher Informationen an Dritte erfolgt grundsätzlich nur mit entsprechender Einwilligung des Klienten oder soweit eine gesetzliche Verpflichtung hierzu besteht.

Gesetzliche Offenbarungs-, Auskunfts- oder Meldepflichten sowie sonstige zwingende gesetzliche Bestimmungen bleiben unberührt.

Für technische Dienstleister und Auftragsverarbeiter gelten ergänzend die Regelungen der Datenschutzerklärung.


13. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Anbieters beruhen.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen und vorhersehbaren Schaden begrenzt, soweit gesetzlich zulässig.

Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in sonstigen Fällen, in denen eine Haftungsbeschränkung gesetzlich ausgeschlossen ist.

Für Entscheidungen, Maßnahmen oder deren Folgen, die der Klient eigenverantwortlich auf Grundlage seiner persönlichen Bewertung des Beratungsprozesses trifft, haftet der Anbieter nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.


14. Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern kann bei einem außerhalb von Geschäftsräumen oder im Fernabsatz geschlossenen Vertrag ein gesetzliches Widerrufsrecht zustehen.

Einzelheiten zum Widerrufsrecht ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die dem Verbraucher im Rahmen des Vertragsschlusses zur Verfügung gestellt wird.

Wünscht der Verbraucher ausdrücklich, dass die Beratungsleistung bereits vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist beginnt, kann der Anbieter die Leistung vor Ablauf dieser Frist erbringen, sofern die hierfür erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Bei vollständiger Erbringung der Dienstleistung kann das Widerrufsrecht unter den gesetzlichen Voraussetzungen vorzeitig erlöschen.

Widerruft der Verbraucher einen Vertrag, nachdem er ausdrücklich verlangt hat, dass mit der Leistung bereits während der Widerrufsfrist begonnen wird, kann nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen geschuldet sein.


15. Urheberrecht an Unterlagen

Soweit der Anbieter im Rahmen der Beratung eigene Arbeitsmaterialien, Texte, Übungen, Konzepte oder sonstige urheberrechtlich geschützte Unterlagen zur Verfügung stellt, verbleiben sämtliche Urheberrechte beim Anbieter.

Die Unterlagen dürfen vom Klienten ausschließlich für persönliche bzw. im Einzelfall vereinbarte Zwecke genutzt werden.

Eine Vervielfältigung, Veröffentlichung, Weitergabe oder kommerzielle Nutzung ist ohne vorherige Zustimmung des Anbieters nicht gestattet, soweit keine gesetzliche Erlaubnis besteht.


16. Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften.

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten sind der Datenschutzerklärung auf der Website zu entnehmen.


17. Streitbeilegung

Der Anbieter ist nicht verpflichtet und grundsätzlich nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung hierzu besteht.


18. Anwendbares Recht

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der dem Verbraucher durch zwingende Bestimmungen des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewährt wird.


19. Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.

An die Stelle einer unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

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